So lasse ich den Tag doch gern angehen: Die Sonne strahlt, der heiße Kaffee vor mir dampft, seichte Musik ertönt aus den PC-Lautsprechern. Herrlich! Es ist einfach alles in Butter heute Morgen. Alles in Butter. Ich stelle mir Gemüse und Fisch in zerlassener Butter vor. Hat die Redewendung vielleicht durch kulinarische Genüsse ihren Hintergrund?
Nö, zumindest nicht so ganz direkt. Wie viele andere stammt auch dieser Spruch aus dem Mittelalter. In dieser Zeit wurden teure Gläser aus Italien über die Alpen nach Deutschland transportiert. Das war eine wackelige Angelegenheit, und schnell gab es – im wahrsten Sinne des Wortes – „Bruchware“.
Irgendwann hatte ein cleverer Händler eine geniale Idee: Er legte die zerbrechlichen Gläser vorsichtig in Fässer und goss anschließend heiße Butter darüber. Man ahnt es: Die Butter kühlte ab und wurde fest. Die Gläser hatten jetzt sicheren Halt. Und auch, wenn es dann einmal besonders stark ruckelte: Sie blieben in der Regel heil. Unheil gebannt, alles in Butter.
Butter hat aber vor allem eine tolle Qualität: Sie lässt sich wunderbar streichen … Angeregt durch das Schreiben gehe ich erst einmal in die Küche und schmiere mir ein wunderbares Butterbrot.

Besonders lecker: Butterbrot mit gekochten Eiern.
(Das „verrückte Huhn“ auf dem Bild findest Du übrigens HIER.)



