Archiv der Kategorie: Wissen des Tages

„Pata Pata“: Gleichheit und Gerechtigkeit

Es ist Dienstagmorgen. Die Kinder sind in der Schule und im Kindergarten. Und ich arbeite. Eigentlich …

Denn jetzt erscheint in meiner Playlist die melodiegewordene Elegie „Pata Pata“ der längst verstorbenen, kapstädtischen Sängerin Miriam Makeba. (Ihr vollständiger Name lautet übrigens: Zenzile Makeba Qgwashu Nguvama Yiketheli Nxgowa Bantana Balomzi Xa Ufun Ubajabulisa Ubaphekeli Mbiza Yotshwala Sithi Xa Saku Qgiba Ukutja Sithathe Izitsha Sizi Khabe Singama Lawu Singama Qgwashu Singama Nqamla Nqgithi … Ob Miriam selbst ihn auswendig kannte? )

„Pata Pata“. Murmelt man diese etwas nach einer Zauberformel klingenden Worte einmal vor sich hin, kommt man vielleicht schon von selbst auf ihre Bedeutung: Pata – das ist „Xhosa“, eine der zahlreichen Amtssprachen Südafrikas, und bedeutet „Pfote“. Und was macht man mit eben so einer Pfote? Genau, man betritt den Boden, berührt ihn, legt sich auf ihn, windet sich auf ihm … „Pata pata“ dürfte gleichbedeutend sein mit „berühren, berühren“. Anfassen. Spüren. Erforschen.
Erklingt der Song, soll man tanzen, MUSS man tanzen; so jedenfalls fordert es die Sängerin mit der rauchigen, kraftvollen Stimme.

„Its pata pata time!“, schreit Miriam Makeba leidenschaftlich. Es ist ein Weckruf an Lebensfreude und „Afrika-Sehnsucht“. Gänsehautfeeling inbegriffen …

„Pata Pata“ ist wie so viele Songs der großartigen Afrikanerin eine Mischung aus Folklore und Jazz. Seit seinem Erscheinen 1967 wurde das Lied weltbekannt .

Intermezzo: Ein sehr enger Freund aus meinem Leben als Laienmusikerin korrgierte mich dazu wie folgt: „Alle ‚afrika-typischen‘ Musizierelemente wie Call-and-Response und Improvisation können eher umgekehrt als Einfluss auf den Jazz gesehen werden.“ Jo, ganz bestimmt. Aber: Was war zuerst da: das Huhn oder das Ei? 😉

Die Sängerin jedenfalls liebte Tiere, Menschen aber verehrte sie. In ihrer Heimat liebevoll „Mama Afrika“ genannt, stellte die Künstlerin sich selbst und vor allem ihre wunderbaren Lieder in den Dienst von Freiheit und Gerechtigkeit. Es sind Stücke voller Melancholie, Protest und Stolz. Mehr brauche ich gar nicht schreiben. Fühlt ihr „es“?

Ich mache dann jetzt mal weiter im realen Leben.
Die Arbeit ruft. Schluss mit der Träumerei (jedenfalls fürs Erste …).

Herbei, lieber Mai!

Ach nee, Du bist ja schon da. Und wie schön und strahlend hast Du uns gestern begrüßt – mit tollen, frühlingshaften Gerüchen und wärmenden Temperaturen. Mit Vogelgezwitscher und anderem Ohrenschmaus. Wenn das alles mal keine Wohltat für unser durch den Winter doch ziemlich stark gebeuteltes Gemüt ist.

Der Monat Mai ist uns ja unter anderem als Wonne- und Liebesmonat bekannt. Aber warum heißt der Mai eigentlich „Mai“?

Einigen Quellen zufolge ist er nach der in der römischen Mythologie bekannten altitalienischen Göttin Maia benannt (im Germanischen bedeutet Mai „jung“; das junge Mädchen etwa ist uns als „Maid“ bekannt).

Andere Quellen wiederum behaupten, die Bezeichnung Mai leite sich von „Iupiter Maius“ ab, dem wachstumbringenden Jupiter. Dem Sohn des Saturn und der Ops. Blitz und Donner soll der „Gott des Humors“ gebracht haben.

Tja, und dann gibt es natürlich noch viele weitere mögliche Erklärungen.
Suchen wir uns doch einfach die für uns am schönsten klingende aus – und genießen.

Ein Tag nur für die Frau

Der 8. März ist Weltfrauentag. Die heutigen 24 Stunden sollen das weibliche, aber auch das männliche Geschlecht an das Recht der Frau auf Würde und Gleichberechtigung erinnern. So weit, so gut. Doch wer hatte eigentlich die Idee zu diesem Ehrentag?

Angeblich soll ein Textilarbeiterinnen-Streik in den USA am 8. März 1857 in der Metropole New York seinen Anfang markieren. Ein paar Jahre später dann (1873) soll die SPA-Partei (Sozialistische Partei Amerikas; SPA – hat das nicht auch etwas mit weiblichem Wohlbefinden zu tun? ;-)) ein nationales Frauenkomitee gegründet haben. Dieses verfolgte das Ziel, unter anderem eine Art Tag der Frau im Kampf für ihr Stimmrecht und für Gleichstellung mit dem Mann zu gründen.

Der erste Frauentag dieser Art fand 1909 statt – mit großem Erfolg. Ein Jahr später setzte sich die deutsche Sozialistin Clara Zetkin bei der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz für einen jährlich stattfindenden, internationalen Frauentag  ein – und durch: Seit 1911 kennen wir den Ehrentag tatsächlich auch unter der offiziellen Bezeichnung „Internationaler Frauentag“. Er ist nun also 102 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch, Frauentag! 😉

Der Weltfrauentag ist heute in aller Welt beliebt und wird zum Teil groß gefeiert; in China erhalten die Damen sogar arbeitsfrei.

Ob Mädchen, junge Frau, ältere oder noch ältere: Ich wünsche Dir, liebe Mutter, Schwester, Ehefrau, Freundin, Kumpelin, Powerfrau, Diva, Lady – oder was beziehungsweise wer auch immer Du sein magst oder sein möchtest – einen wunderbaren, fröhlichen Frauentag!

 

Wissen des Tages: 14. September 2012

Dass es verschiedene Fußformen gibt, könnt ihr euch bestimmt denken – und habt ihr ganz gewiss auch schon bemerkt. Aber wusstet ihr auch, dass es eine so genannte ägyptische Form gibt? Bei ihr ist die größte Zehe die längste. Tja, und dann gibt es noch die „griechische“, bei ihr ist es die zweite Zehe. Krönender Abschluss: Menschen mit einer „römischen Fußform“ haben in etwa gleich lange Zehen.
Na, wenn das mal keine bahnbrechende Information ist!

 Eindeutig ägyptisch: die Füße meiner Freundin A.

Wissen des Tages: 7. September 2012

Guten Morgen!

Geht es euch eigentlich auch manchmal so, dass ihr euer Handy klingelt hört – auch dann, wenn es gar nicht klingelt?

Auch dieses Phänomen hat in der Wissenschaft natürlich einen Namen: Ringxiety.  Das eigenwillige Wort setzt sich aus dem englischen „ring“ (klingeln) und „anxiety“ (Angst) zusammen. Im wörtlichen Sinne hat man also „Angst“ davor, dass es klingelt.

Erfunden hat den Begriff der junge Psychologiestudent David Laramie aus Kalifornien/USA. Er hat sich mit dem eingebildeteten Klingeln ausführlich auseinandergesetzt und eine Studie erhoben. Und derzufolge hängt Ringxiety mit dem Selbstbewusstsein des Menschen zusammen, der sich ganz besonders gut fühlt, wenn er möglichst viele Anrufe oder Nachrichten bekommt.

Ihr entschuldigt mich kurz? Ich glaube, ich muss mal eben an mein Handy.

Einen schönen Tag euch!

„Leidest“ Du auch unter „Ringxiety“? 😉

Wissen des Tages: 23. August 2012

Moin moin! Ich hoffe, ihr habt gut geschlafen und startet ausgeruht in den Tag!

Was mich heute unter anderem umtreibt: Der unvergleichliche Humorist Vicco von Bülow weilt seit gestern vor einem Jahr nicht mehr unter uns. Mir persönlich fehlt seine Präsenz sehr.

Kaum einer weiß übrigens, was sein Künstlername („Loriot“) eigentlich bedeutet.

Hintergrund: Der Komiker, Schauspieler und Regisseur entstammte einem alten Adelsgeschlecht („von Bülow“ eben), und das hatte den Singvogel Pirol zum Wappentier. Warum das? Weil sich dessen Gesang angeblich wie folgt anhört: „bülooo-bülooo“. So weit, so klar.

Und wie geht die Geschichte weiter? Der Pirol heißt nun auf Französisch „Loriot“. Tja, und diesen Namen übernahm Vicco von Bülow.

Und immer, wenn das Frühstücksei zu weich oder zu hart ist, muss ich an ihn denken. Wahrscheinlich wird das für immer so sein.

Uralter Baum in Bursa: Genauso beständig war Loriot in der deutschen Komikerszene.

Wissen des Tages: 20. April 2012

Wir alle wissen: Die amerikanischen Ureinwohner heißen auf Spanisch „Indios“. Warum eigentlich? Etwa, weil Kolumbus dachte, in Indien gelandet zu sein? Selbst wenn: Indien hieß damals noch gar nicht Indien, sondern Hindustan. Nein, nein: Vielmehr nannte Kolumbus die Eingeborenen „una gente en dio“, ein Volk in Gott; und „en dio“ schliff sich im Laufe der Zeit zu „Indio“ ab.  (Quelle: Welt Online)

Wissen des Tages: 20. Februar 2012

Als Gelotophobiker bezeichnet man Menschen, die krankhaft befürchten, ausgelacht zu werden. Für sie ist Lachen kein Spaß und auch nichts, was das Gemeinschaftsgefühl fördert. Beim Thema Lachen denken sie nicht an wohltuende Heiterkeit und auch nicht an eine mögliche Stärkung des Immunsystems. Lachen ist für sie etwas Bedrohliches.
(Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19.02.2012)

Thailändisches Kinderlachen – gesehen in Krabi (Dezember 2011)

Wissen des Tages: 03. Februar 2012

Wir haben es fast geschafft: Das Wochenende naht! Es wird kalt werden, also zieht euch bitte warm an – egal, wie bescheuert das aussieht.
Ich wünsche euch allen einen tollen Freitag und ein wunderbares Wochenende – und lege gleich los mit dem Wissen des Tages.Der erste Werbespruch der deutschen Sparkassen war damals: „Spare in der Zeit, so hast du in der Not.“ Seit 1850 verwendete man ihn. Doch im Jahr 1924 wurde der Slogan aus dem Verkehr gezogen. Der Grund: Die Hyperinflation (1923) mit der Entwertung aller Sparguthaben hatte leider gezeigt, dass der Spruch eindeutig nicht stimmte. (Quelle: Welt Online)

Tja … Sparen ist wohl doch völlig überbewertet. Geben wir unser Geld also lieber aus! 😉

Die Musikgruppe „Abba“ hatte eben doch Recht: „Money, money, money … it’s not funny …“ (Haha)