Die Farbe der Eier, die ein Huhn legt, lässt sich am Ohrläppchen erkennen. Hat eine Henne weiße Ohrläppchen, legt sie weiße Eier, hat sie rote Ohrläppchen, legt sie braune Eier. (Quelle: Welt Online)
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Wissen des Tages: 13. Januar 2012
Den Molotow-Cocktail haben die Finnen erfunden: Als sowjetische Truppen im Winter 1939/1940 ihr Land überfielen, schleuderten die Verteidiger benzingefüllte, mit brennenden Stofffetzen versehene Flaschen gegen die russischen Panzer. Tja, und deren Außenminister hieß Molotow – und zwar Wjatscheslaw (aber ich denke, diesen Vornamen kann sich sowieso niemand merken …). (Quelle: Welt Online/Wikipedia)
Wissen des Tages: 12. Januar 2012
Auch hier im Blog wird es jetzt jeden Tag das Wissen des Tages geben. Los geht’s: Bäume haben morgens einen dickeren Stamm als abends. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Wurzeln über Nacht mehr Wasser aufnehmen als in den Blättern verdunsten kann. Deshalb schwellen Rinde und darunter liegende Zellschichten an. Verdunstet das Wasser am Tag, zieht sich die Ringe wieder zusammen. (Quelle: Welt Online)
Leichen im Keller
Also, ich bin ja der Meinung, dass jeder Politiker so seine Leichen im Keller hat – nicht nur der böse Wulff. Ich frage mich nur, wieso man das so sagt: Leichen im Keller haben. Das klingt doch ganz schön gruselig, und vorstellen möchte man sich so etwas auch nicht bildlich.
Natürlich habe ich recherchiert und bin dem Gebrauch dieser Redewendung auf den Grund gegangen: Jemand, der eine Leiche im Keller hat, hat etwas zu verbergen oder trägt eine Schuld mit sich herum – soviel ist schonmal klar. Und woher stammt der Spruch nun? Früher durften Menschen ungetaufte Verstorbene nicht beerdigen lassen – zumindest nicht auf katholischen Friedhöfen. Was tat man nun aber, wenn beispielsweise kleine Kinder verstarben, die noch ohne den „feuchten Segen Gottes“ waren? Man ließ sie im Elternhaus – oft im Keller – weil hier selten jemand hereinkam und weil die Körper (so grausam das klingen mag) sich hier besser zersetzen konnten.
Wie gut, dass man diese Redewendung heute tatsächlich nur noch sprichwörtlich verwendet – und der Herr Wulff ganz bestimmt keine echten Kadaver in seinem Keller beherbergt … 😉
Im Stasi-Museum Berlin-Hohenschönhausen
Der Orkan im Wasserglas
Alle Welt redet derzeit vom großen, bösen Wulff. Es wird ein richiger Orkan daraus gemacht. Zu recht oder zu unrecht? Da scheiden sich die Geister, Politiker, Medien und anderen Wesen. Ich selbst würde daraus vielleicht eher einen Sturm machen, einen Sturm im Wasserglas. Aber darunter? Darunter würde ich dann doch nicht gehen. Denn ein Kavaliersdelikt ist das nicht, was der liebe Christian da so alles verzapft hat. Dennoch denke ich: Es gibt doch wirklich Schlimmeres. Warum beschäftigt sich das Land nicht mit wichtigeren Dingen?
Was mich als Sprachwissenschaftlerin (die ich ja auch bin) im Augenblick viel mehr interessiert, ist der sprichwörtliche Sturm im Wasserglas. Die Redewendung bezieht sich ja bekanntermaßen auf ein Ereignis, um das man ein großes Trara macht. Sie geht zurück auf Charles de Montesquieu. Der französische Schriftsteller beschrieb im 18. Jahrhundert die politischen Unruhen in San Marino in Honoré de Balzacs Erzählung „Der Pfarrer von Tours“ als (frei übersetzt) „einen Sturm im Wasserglas“. In Deutschland wurde der Ausdruck 1930 durch eine gleichnamige Komödie des Schriftstellers Bruno Frank bekannt.
Aber letztlich ist es ganz egal, worum es sich handelt: um einen Orkan oder einen Sturm. Das Wasserglas wird wohl noch eine ganze Weile vibrieren in der Affäre Wulff.
Die lobe ich mir: Stilvolle Gläser. So ganz ohne Wirbelsturm oder Orkan – und vielleicht mit einem edlen Tropfen darin.