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Ein kurzes Date

„Sehe ich denn wirklich überhaupt gar nicht so aus wie auf dem Foto hier?“ Die Frau ist sichtlich verzweifelt. Sie zittert, gleich wird sie das Weinen beginnen. Ich sehe es deutlich …

Es ist ein ziemlich stürmischer Frühlingssonntagnachmittag, wir vier sind zum Familienspazierengang und Windumdieohrenblasenlassen an die Nordsee gefahren.
Als wir einparken und ich gerade die Jungs aus dem Wagen lasse, um sie anzuziehen, hält in der Lücke neben uns eine Frau in etwa meinem Alter. Sie sieht fröhlich aus, nickt mir freundlich und lächelnd zu, ihre Bewegungen sind äußerst beschwingt. Dann ist sie auch schon verschwunden. Ich denke: Die ist gut drauf, schön. Und muss selbst grinsen.

Als unsere Bengelchen ihre Jacken, Mützen und Schals anhaben, ist die Frau wieder da …

Jetzt steht sie völlig aufgelöst neben mir und hält mir auf ihrem Handy das Bild von sich hin: Das Portrait einer Frau bis zu den Schultern. Ich vergleiche. Doch, ja, es sieht definitiv aus wie die kleine, etwas rundliche Frau mit dem hübschen Gesicht und den langen, blonden Haaren.

Was ist denn passiert, das sie derartig durcheinander brachte?
„Das war das kürzeste Date meines Lebens“, erzählt sie achselzuckend. „Ich war hier mit einem Online-Kontakt verabredet.“ Sie dreht sich weg, zeigt auf einen Mann, der gerade in seinen tiefergelegten BMW steigt. Dunkle Haare, nicht sehr groß (und nicht gerade attraktiv … aber das ist ja nun Geschmackssache).

Die Frau berichtet weiter. „Er hat mich von oben bis unten gemustert und mir dann direkt ins Gesicht gesagt, ich wäre nicht sein Typ und das Foto, das ich ihm über den Chat gesendet hätte, würde jemanden ganz anderes zeigen als mich.“ Jetzt weint sie tatsächlich ein bisschen. „Dabei bin ich über eine Stunde hergefahren, heute ist mein kinderfreier Tag. Den hätte ich auch anders nutzen können …“ Ich verstehe sie.

Ich kann nur zuhören, ihr über den Arm streichen. Und dann sagen: „Betrachten Sie es als natürliche Selektion. Unter uns: Der Typ ist ziemlich hässlich und hat Sie gar nicht verdient.“ Ich zwinkere ihr verschwörerisch zu. Ich bitte sie noch, vorsichtig zu fahren, als sie in ihr Auto steigt. Und dann ist sie auch schon wieder verschwunden, nur eben leider nicht mehr beschwingt.

„Deiner ist auch schön!“ (oder: Brüder unter sich)

Wer Söhne hat, weiß: Es ist einfach immer etwas los. Im Alltag mit den Bengelchen dreht sich so ziemlich alles – oder zumindest sehr vieles – um Dinosaurier und Drachen, Roller und Rennautos, Stöcker und Steine. Meist ist es laut. Sehr laut. Jungs furzen um die Wette. Oder rülpsen. Oder popeln. Oder noch „krasser“ …

Hätte mir gegenüber früher jemand behauptet, das Leben mit „nur“ Jungs sei lauter und wilder als mit „nur“ Mädchen (oder nur einem Sohn in der Familie), hätte ich mir womöglich an den Kopf getippt und gesagt: „Na, das kannst Du doch so nicht sagen, das ist doch viel zu pauschal!“ Hätte mich wohl ein bisschen ereifert. 
Heute mit zwei kleinen Rackern im Haushalt weiß ich: Doch. Genau so kann man das wirklich sagen. Jungs sind miteinander vor allem: laut, schnell und wild. Ja, Mädchen können das natürlich auch sein, immerhin war ich selbst einmal eines, das auf Bäume kletterte und mit dem Fahrrad durch die Gegend düste. Und dazu noch eine ältere und eine jüngere Schwester hatte. 
Dennoch ist es anders mit Jungs. Vielleicht beschreibe ich einfach mal ein paar so typische „Jungssituationen“, die beleuchten, was genau ich damit meine. 

„Und dann siehst Du, wie der Ninja wegrennt und drauf springt und einfach losfliegt!“ P. steckt eine Lego-Ninjago-Figur auf seinen selbstgebauten Drachen, steht mit dem Konstrukt auf und lässt es herumrennend durch die Luft sausen. Dabei macht er laute Pfeif- und Zischgeräusche, ich sehe förmlich die Spucke durch die Luft fliegen. „Eeeey, das gildet nicht! Der Drache hat doch ein krankes Bein!“, empört sich da brüllend mein viereinhalbjähriger Sohn K. „Macht nichts, er kann aus dem Stand abheben, ääätsch!“, triumphiert da der Siebeneinhalbjährige. Der Jüngere regt sich jetzt mächtig auf. „Nein! Das darf der nicht! Der Ninja darf außerdem gar nicht fliehen, der ist verhaftet und sitzt noch im Gefängnis!“ K. zieht energisch P.s Holzschwert, das fast so groß ist wie er selbst. Hier mische ich mich dann doch ein und bitte ihn, vorsichtig damit umzugehen. Jetzt ruft er „doofe Mama!“ und ist kurz davor, loszuweinen. Oh oh … „K., guck mal“, rettet P. schnell und wirklich gekonnt die Situation. „Der Drache kracht gegen einen Baum. Bamm!“ Stille. „Der Ninja steigt ab und fällt fast um, und Du kannst ihn wieder festnehmen.“ Jetzt lächelt K. Und wischt sich die Rotze mit dem Pulloverärmel ab. „Der hat jetzt ’ne Beule!“ Jetzt kichern beide und vertiefen sich wieder in ihr Lego-Abenteuer.

Eine Weile später unterhalten sie sich angeregt über den Kindergarten und die Schule. Die Themen: Freunde, Spiel und Spaß. Ich schnappe auf: „Der R. ist zwar noch schneller als ich, aber dem zeige ich es noch. Der hat ja viel längere Beine!“ Und ich höre K.: „Im Kindergarten haben wir mal eine Stöckerhöhle gebaut, und der doofe N. hat sie kaputt gemacht.“ Es sind Dinge, die sie gerade beschäftigen, Momente, die sie miteinander teilen. Schön, wie sie sich austauschen … So friedlich. 
Es ist auf einmal ruhig geworden. Verdächtig still. Ich habe das an meinem Schreibtisch sitzend gar nicht so richtig mitbekommen … 

Wo. Sind. Die. Jungs? Ich ahne Abenteuerliches. Und mache mich auf die Suche – höre Stimmen aus dem Gästebad. Ich lausche an der Tür. Ausnahmsweise. Klar. Sowas macht man ja eigentlich nicht. Was ich da höre, bringt mich jetzt aber derart zum Lachen, dass ich schnell in die Küche rennen und mir die Hand auf den Mund pressen muss, damit sie mich nicht erwischen. 
Was sagte da eben der Größere noch gleich zum Kleineren? „K., Dein Pullermatz ist echt hübsch.“ K. antwortete stolz: „Ja, stimmt. Deiner aber auch!“ Gekicher. Etwas später klopfe ich an die Tür, da lassen sie im Waschbecken aus halbierten Weinkorken und Zahnstochern gebastelte Zwei- und Dreimaster segeln.

Zwanzig Uhr: Der Papa kümmert sich um P., ich mache K. bettfertig. Die beiden teilen sich ein großes Zimmer mit Dachschrägen unter dem Reet. Nach dem Zähneputzen liest jedes Elternteil jeweils einem Kind eine altersgerechte Gute-Nacht-Geschichte vor. 
Auf einmal springt K. auf: „Ich habe P. noch keinen Kuss gegeben!“ Das war irgendwie nie richtig Thema bei den beiden. Von Beginn an verlangten wir Eltern auch nicht, dass sich der „Große“ um den „Kleinen“ kümmert oder dass sie sich abends zu umarmen oder gar zu küssen hätten. 
K. steht auf, rennt zum Autobett von P. Ein Schmatzer auf den Mund. Dann: „Gute Nacht, P.“ Auf dem Weg zurück zu mir und in sein Bett, ertönt es aus P.s Ecke: „K.?“ Der hält inne, blickt zurück. „Hm?“ P. grinst. „Du bist mein bester Freund.“

„Papas sind auch noch da“

Wie kümmern sich Väter heutzutage eigentlich um ihren Nachwuchs? Immer weniger Eltern sind inzwischen dem alten Rollenmodell „verhaftet“ – so viel ist schon mal klar. Aber inwieweit bringen sich Papas heute in den Alltag mit ihren Familien ein? Können beziehungsweise wollen sie das denn überhaupt?

Vor einiger Zeit erhielt ich eine Zuschrift von Papa Jörg aus Hannover, der sich beklagte: „Sogar auf Elternportalen geht es meist nur um die Mütter, die mit ihren Kids zu Hause bleiben, sich um alles kümmern. Wir Papas sind auch noch da. Wir können und wollen mehr tun.“

Enttäuschte Väter? Brauchen wir nicht. Deshalb startete ich kurzerhand eine Umfrage in einem bekannten sozialen Medium und lasse an dieser Stelle mal ein paar tolle Papas zu Wort kommen. 

„Ich verstehe nicht, warum einige Väter die Kindererziehung grundsätzlich für sich ablehnen und – so die Kehrseite – es gesellschaftlich auch weniger anerkannt ist, wenn die Mama arbeiten geht und der Papa mit dem Kind daheim bleibt“, schreibt Jörg, Vater eines neunzehnjährigen Sohnes. 

„Mein Vater war zwar beruflich stark eingespannt, aber er gab mir und meinem älteren Bruder viele gute Werte mit auf den Weg und kümmerte sich intensiv um uns, wenn er Zeit hatte. Werte vermitteln wollte ich ebenfalls, aber auch mehr Zeit mit unserem Jungen verbringen.“ 

Jörg tippt weiter, man spürt seine Erregung selbst aus der Ferne: Er hat viel zu dem Thema zu sagen. „Meine Frau war beruflich sehr viel unterwegs, auch, als unsere Motte noch ein Säugling war. Die Mutter machte also Karriere, ich blieb beim Kind, übernahm den Großteil der Pflege und Fürsorge.“ 

Der fast Sechsundfünzigjährige ist davon überzeugt, dass viel mehr Jungväter wesentlich mehr Aufgaben übernehmen und sich auch emotional mehr einbringen könnten. „Für mich war das damals selbstverständlich.“

Jörg macht eine längere Schreibpause, dann erscheinen folgende Zeilen auf meinem Display: „Ich dachte auch daran, dass ich es am Ende meines Lebens bereuen würde, mich zu wenig hingegeben zu haben. Mein Sohn hätte mich vielleicht kaum gekannt. Ich bin heute froh darüber, wie es gelaufen ist.“ 

Der fünfunddreißigjährige Tobias aus München sieht die Sache mit der „Rollenverteilung“ etwas anders als Jörg, stimmt aber in den Grundfesten mit dem hannoverschen Papa überein: „Ich glaube schon, dass vor allem in den ersten Jahren das Kind vor allem zur Mama gehört“, meldet er sich zu Wort.

„Es liegt in der Natur des Menschen, dass die Mütter die Babys stillen beziehungsweise füttern, sie herumtragen, sie zum Schlafen bringen, sie liebkosen und so weiter. Das heißt aber nicht, dass ich mich da rausziehe und überhaupt nichts mache. Im Gegenteil: Ich bringe mich ein, so oft und so viel und so intensiv ich nur kann, spiele und kuschele mit unserem Zweijährigen, fahre ihn im Buggy herum – zu mir gewandt, damit ich sehen kann, was er sieht.“

Das Folgende sieht er ganz genau wie Jörg: „Ich mache all das natürlich, weil ich den Zwerg so liebe – und es aber wohl auch tief bedauern würde, zu wenig in seinem Leben präsent gewesen zu sein.“ 

Väter wollen folglich anwesender sein, mehr von ihren Kindern haben, sie wirklich aufwachsen sehen? „Ja, das war und ist auch mein Ziel“, bestätigt Michael, zweifacher Papa Ende Dreißig. „Und mittlerweile bin ich auch so weit, dass ich das erreicht habe. Dennoch frage ich mich immer wieder, ob das ausreicht, ob ich noch mehr leisten kann.“
Tobias bestätigt das Gefühl, sich als Papa „irgendwie unzulänglich und fehlerhaft“ zu fühlen. „Aber genau das sind wir ja, dürfen es doch auch sein. Oder?“ 

Familie und Job unter einen Hut zu bekommen, finden auch Väter schwierig, vor allem dann, wenn sie noch ein guter Ehemann sein wollen. „Eigentlich führen wir Eltern meist nur noch Smalltalk oder die Themen drehen sich um die Kinder“, klagt Michael. „Und ich stelle mir dann die Frage: Habe ich es vielleicht schon verlernt, Beziehung zu leben oder lerne ich es gerade?“ 

Mit tiefgehenden Fragen wie diesen setzen sich aber nicht nur Tobias und Michael auseinander. „Ich bin mir ganz sicher, dass es vielen, den meisten Paaren so geht, wenn es erst einmal Kinder in ihrem Leben gibt. Sie entfernen sich erst einmal voneinander“, meint Tom aus Leipzig.

„Die Partnerschaft kommt doch definitiv eine Weile zu kurz – und viele scheitern bestimmt auch. Aber ich glaube ganz fest daran, dass meine Freundin und ich wieder enger zusammenrücken werden, wenn unsere Babytochter etwas größer ist.“

Der Endzwanziger schickt separat noch ein Ausrufezeichen hinterher … Bei Jörg hat das mit dem Zusammenrücken nicht geklappt, er lebt inzwischen allein. Zu seinem Sohn hat er bis heute ein enges Verhältnis: „Meine Ex-Frau und ich haben uns irgendwo in der Zeit zwischen Fläschchen-Geben und Geschäftsreisen verloren.“

Was ist den Vätern in Sachen Kinderaufziehen besonders wichtig? „Ich versuche, meine Kinder so ernst zu nehmen wie meine Partnerin und die Kleinen so viel zu tragen wie es nur geht“, beschreibt Michael seine Vaterrolle. „Ganz wichtig ist auch die Verständigung vom ersten Tag an. Natürlich gibt es Kommunikation bereits im Mutterleib, aber ich meine jetzt konkret ab der Geburt.“ Was genau meint er?

„Vor allem denke ich da jetzt an die ‚Ausscheidungskommunikation‘: Babys lassen es sich von Anfang an anmerken, wenn sie müssen. Das ist in unserer Genetik fest verankert. Wir haben aber verlernt, genau hinzusehen und zu deuten.“

Das heißt im Klartext: Eigentlich braucht ein Baby keine Windeln … „Genau. Unsere Tochter habe ich immer dann abgehalten, wenn ich merkte, sie muss. Hier herrscht noch viel zu viel Unwissenheit.“ Und weiter: „Bei aller Liebe und allem Sorgen, sollte man sich aber stets fragen, ob das, was man tut, aus Liebe zum Kind geschieht oder ob man es damit erdrückt.“

Jörg, der eigentlich gern mehr als ein Kind gehabt hätte, erinnert sich gern daran, wie er mit seinem kleinen Sohn seinerzeit zum Einkaufen fuhr oder Ausflüge machte. „Das war so schön. Wir haben einfach Zeit miteinander verbracht – ohne Ziel und ohne auf die Uhr zu schauen. Ich erinnere mich noch genau an die Nächte: Er kam in mein Bett gehuscht, bis er eines Tages sagte: ‚Papa, heute Nacht komme ich nicht mehr.‘ Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen, mehr als er, denke ich.“ Auf diese Zeilen folgt ein Zwinker-Smiley, doch schreibt er im Anschluss noch: „Ehrlich gesagt vermisse ich diese Zeit sehr.“

Jan aus Bersenbrück kam aus einem ganz anderen, sehr traurigen Grund dazu, Vollzeit für seine Kinder da sein zu müssen: Er hatte schlichtweg keine andere Wahl. „Meine Frau hatte Krebs und starb Ende 2019. Mir brach der Boden unter den Füßen weg. Aber es geht ja immer weiter. Und so wohnen bei mir jetzt drei Kinder, zwei Jungs aus der ersten Ehe meiner Frau und unsere gemeinsame Tochter. Ich selbst habe auch noch eine weitere Tochter, auch aus der ersten Ehe. Sie lebt bei ihrer Mutter.“ Jan macht eine Schreibpause, ich sehe, wie er tippt, innehält, wieder tippt …

„Ich sehe es so: Viele Menschen, insbesondere tatsächlich Männer, wissen nicht, wie es alleinerziehenden Vätern wirklich geht und welche Sorgen sie haben. Der Alltag und das Leben an sich gestalten sich mit einem Schlag komplett anders als wäre man zu zweit. Alleinerziehende brauchen mehr Unterstützung.“

Und dann gibt es da noch Frank, siebenundfünfzig Jahre alt, aus der Nähe von Stuttgart, ebenfalls Vater vierer Kinder. Er schreibt über sich:

„Ich sehe mich ehrlich gesagt gar nicht in einer besonderen Rolle. Bin wahrscheinlich nicht mehr oder weniger als andere Väter für ihre Minis da. Ich bringe sie auch mal abends ins Bett, erzähle ihnen Geschichten, wir spielen und lösen Rätsel … Also alles ganz normal.“

Ganz „normal“? Wenn das so ist, brauchen wir genau von diesen normalen Papas bitte noch viele weitere.
An dieser Stelle stellt euch – liebe Superpapis – bitte ein großes, rotes Herz vor.
Danke.

Hinweis: Dieser Text ist in ähnlicher Form bei „Hallo:Eltern“ erschienen.

Zehn Momente, in denen ich gern die Zeit angehalten hätte

Dass die Jahre mit Kindern schneller zu vergehen scheinen, ist eine Erfahrung, die wohl alle Eltern machen. Ich wünsche mir manchmal, die Zeit einfach anhalten zu können. Ein paar dieser Augenblicke – es sind natürlich weit mehr als nur zehn – teile ich hier mit euch.

Nach der Geburt

Ich habe keine schlechte Erinnerung an die Geburten meiner Söhne, worüber ich bis heute sehr dankbar bin. Als mir unser erster Sohn nach der Austreibung von seinem Vater auf die Brust gelegt wurde, habe ich geweint (eigentlich habe ich richtiggehend geschluchzt …) – vor Freude, vor Rührung, Ergriffenheit … ein echtes Baby, aus mir heraus, unfassbar oder?

Und ja, ich war auch erleichtert, dass der Geburtsschmerz endlich vorbei war …

So oder so ähnlich war es auch beim zweiten Kind. Ich habe „nur“ zwei Kids, aber es ist immer ein Wunder, wenn ein kleiner Mensch das Licht der Welt erblickt. (Ich habe eine Freundin, die neun Kinder hat und die genau das bestätigen kann …)

Durchschneiden der Nabelschnur

In diese Kategorie fällt auch das Durchschneiden der Nabelschnur unseres zweiten Kindes: Der Papa musste sich nach dem Blasensprung ziemlich schnell um die Betreuung unseres älteren Sohnes kümmern und konnte bei der zweiten Geburt nicht dabei sein: Es ging einfach zu schnell. Nach dem Auspulsierenlassen der Nabelschnur griff ich also dieses Mal selbst zur Schere. Eine unglaubliche Erfahrung, mein wunderschönes Baby selbst von mir zu „trennen“. Und ich gestehe: Ich habe mir damit richtig Zeit gelassen und es richtig intensiv erleben können.
Übrigens: Dass der Papa dieses Mal nicht dabei war, hatte neben all der Aufregung auch etwas Schönes: Wir zwei, Baby K. und ich, konnten uns vollends aufeinander konzentrieren. Die Welt stand still – und mit ihr auch die Zeit.

Wenn das Baby an Deiner Brust einschläft

Dies ist eine Erinnerung, die ich hoffentlich noch lange werde abrufen können (einmal abgesehen davon, dass ich unseren Vierjährigen noch stille): Das Baby hat getrunken, es ist müde, die Augenlider werden schwer, es dockt von der Brust ab, sein Atem geht langsamer. Es ist ein Bild des Friedens und der Ruhe. Ein kleiner Tropfen Muttermilch läuft seinen Mundwinkel herunter. Das Kind schläft friedlich an der Brust – es ist selig, und Du bist es auch.

Die ersten Schritte

Wenn Baby beginnt zu laufen, hältst Du den Atem an. Wird er es schaffen, einen Fuß vor den anderen zu setzen … ? Er schafft es. Du bist stolz, aber er: noch viel mehr! Und dieses Strahlen in seinen Augen! Wieder hat er sich – und jetzt nicht mehr nur symbolisch – einen Schritt von Dir losgelöst …

Wenn sich die kleinen Händchen um mein Gesicht schmiegen

… und mir ein glockenhelles Jungenstimmchen herzhaft zuraunt: „Mama, ich habe Dich sooo lieb.“ Augen, die leuchten. Ein feuchter Schmatzer legt sich auf meine Lippen, große Kinderaugen strahlen mich an. Mein Gott, was für eine Liebeserklärung, die schönste der Welt. Keine Wort mehr.

Ich kann das allein!“

Ich erinnere mich noch genau daran. Eines Morgens, als es einmal besonders schnell gehen musste, durfte ich meinem Sohn die Schuhe nicht mehr anziehen. Da kam er plötzlich, der Satz: „Mama, ich kann das schon allein.“ Und da musste ich sie wirklich anhalten, alle Hektik – und die Zeit.

Wenn die Jungs sich unterhalten

Ich bereite das Abendessen vor. Die Kinder spielen im Wohnzimmer auf dem Teppich mit dem „kleinen Lego“. K. (vier Jahre) ist der blaue Ninja („Jay“, soviel Aufklärung muss sein), P. (sieben Jahre) spielt einen „Fiesewicht“, nämlich: Lord Garmadon („Mama, der ist nicht immer fies, aber meist.“). Irgendwann schweifen ihre Gedanken vom Spiel ab, und sie unterhalten sich plötzlich über den Kindergarten und die Schule. Die Themen: Freunde, Spiel und Spaß. Es sind Dinge, die sie gerade beschäftigen, Momente, die sie miteinander teilen. Und mir geht das Herz auf. Ich bin dankbar und froh für die beiden, dass sie sich so gut verstehen (ja, sie streiten auch) – und einander haben, Freunde sind. Lausche ich solchen Gesprächen, möchte ich alles um mich herum abschalten und ja: die Zeit anhalten.

Im gemeinsamen Spiel

Wenn wir alle „Mensch, ärgere Dich nicht!“ spielen, scheint die Zeit manchmal wirklich stehen zu bleiben. Konzentrierte Blicke, völlig versunken ins Gewürfle und Figurengesetze … „Seeeechs!“ brüllt der Vierjährige, und seine Augen leuchten triumphierend auf. Und dieses freudige Glucksen, das eigentlich nur noch durch das Gegacker beim Durchkitzeln getoppt werden kann.

Vor jedem neuen Geburtstag

… lasse ich das vergangene Jahr an mir vorüberziehen, erinnere mich an unsere gemeinsamen zwölf Monate. Und verabschiede mich von einem Alter, das mein Kind nie wieder haben wird …

Last, but not least: Wenn die Kinder schlafen

… beobachte ich sie natürlich besonders gern. Klar, welchem Papa oder welcher Mama geht das nicht so? Nicht, weil sie dann etwa hübscher anzusehen wären, sondern ganz einfach deshalb, weil sie still halten! Auf diese Weise kann ich die feinen Konturen ihrer Gesichtchen ausgiebig bewundern – und zwar so lange ich es will. Ausgeliefert! Harharhar. Die geschlossenen Augen so friedlich, so entspannt, so engelsgleich. Die Münder halb geöffnet, die pausigen Wangen so rosig. Ab und zu ein Seufzer der Zufriedenheit … Der Himmel auf Erden oder?

Hinweis: Dieser Text erschien erstmals im Online-Magazin Hallo:Eltern.

„Fehler sind kein Angriff auf den Selbstwert“

Ronja Jürgens ist Vierfachmama von zwei Mädchen und zwei Jungen im Alter zwischen sieben und siebzehn Jahren – und kehrte vor zwei Jahren mit Mann und Kindern Deutschland den Rücken. Der Grund: das hiesige Schulsystem. Ich habe mich einmal mit ihr darüber unterhalten.

Ronja, was hat euch dazu veranlasst, Deutschland zu verlassen?

Um das zu erklären, muss ich etwas weiter ausholen. Meine erste Tochter hat einen seltenen Gendefekt, das sogenannte Kleefstra-Syndrom. Sie ist geistig behindert, ging in Deutschland lange Zeit auf eine Förderschule. Hier stand das Kind im Fokus, es war eine wirklich gute Erfahrung. Dann kam unser Zweitgeborener zur Schule. Nachdem wir alles versucht hatten, was das deutsche Schulsystem zu bieten hatte und es unserem Kind immer schlechter ging, weil er sich einfach nicht gewöhnen konnte, bekamen wir vom Jugendamt Unterstützung und Rückendeckung für das Homeschooling. Zu diesem Zeitpunkt war unser Sohn bereits am Ende der vierten Klasse. Die Bewilligung bezog sich auf die nächsten elf Monate. Die Bedingung: Wir mussten wöchentliche Lernberichte einreichen. Nachdem wir in den Sommerferien den ganzen Stoff der vierten Klasse aufgeholt hatten, begannen wir im August mit dem der fünften Klasse. Ich hatte aber leider von Anfang an den Eindruck, die Schule wollte unseren Heimlernerfolg irgendwie boykottieren.

Wie das?

Naja, es kamen beispielsweise vonseiten der Schule Anrufe zu den unmöglichsten Zeiten, Unterlagen fehlten oder kamen nicht rechtzeitig an. Druck, Druck und nochmals Druck. Es kristallisierte sich dann einfach nach einiger Zeit heraus, dass wir keine friedliche Lösung finden können. Ich sprach mit dem Jugendamt, Anwälten, der Rechtsschutzversicherung und bekam die Rückmeldung, dass uns nur noch der Gang vor Gericht bliebe. Dazu fehlte mir allerdings die Kraft, denn ich hatte bereits sechs Jahre für eine Diagnose der Behinderung meiner Tochter gekämpft – und fünf Jahre für meinen Sohn. Und ich hatte dabei noch zwei kleinere Kinder an der Hand. Ich war am Ende, erschöpft. Und wir beschlossen dann im Herbst 2017, das Land zu verlassen, verkauften unser Haus in Münster – und dafür ein tolles Wohnmobil. Im Frühjahr 2018 ging es los.

Wow. Das ist wirklich mutig. Wie ging es dann weiter?

Erst einmal reisten wir nach Holland, dann über England nach Irland, weiter nach Frankreich, immer an der Atlantikküste entlang, das war wunderschön. Dann sind wir erst einmal zurück nach Deutschland, um zu arbeiten und Dinge zu ordnen. Die Firma meines Mannes ist in Deutschland ansässig, er war dort Programmierer; und ich machte die Buchhaltung. Wir lebten in unserem Wohnmobil und in Ferienhäusern. Nach kurzer Zeit zog es uns wieder nach Südfrankreich, Südspanien und nach Portugal, hier verweilten wir einige Wochen. Mein Mann und meine kleine Tochter begannen, sich nach einem richtigen Zuhause zu sehen, und ich machte also eine Liste mit den Dingen, die wir für unser gemeinsames Leben brauchen. Unverzichtbar war, dass Homeschooling legal sein musste und für unsere große Tochter, dass sie sich mit Deutsch weiterhelfen kann. Eine deutsche Freundin schaute mir eines Tages dabei über die Schulter und machte mich darauf aufmerksam, dass doch zum Beispiel Dänemark all das vereinen würde, was wir wollen. Ich belas mich ausgiebig, und dann sind wir im Januar 2019 von Portugal nach Dänemark.

Und seid bis heute dort.

Ja, fest seit Sommer 2019. Für uns passt es hier prima. Wir leben auf der Halbinsel Als, vier Kilometer vom Meer entfernt. Die Große ist mittlerweile siebzehn und geht in eine Förderschule, sie fühlt sich wohl. Der Zweite wechselt zwischen Homeschooling und Freilernen, er kommt ebenfalls gut damit zurecht. Die beiden Kleinen besuchen eine Freie Schule, es sind pro Lehrer zehn Kinder in der Klasse. Hier in Dänemark sagte man anfangs zu mir: „Frau Jürgens, Sie sind die Expertin für Ihr Kind, es ist für uns wichtig zu erfahren, was Sie denken.“ Das bewegt mich bis heute. Ich kenne es so aus Deutschland leider nicht.

Ronja, von Dir stammt der „Schulfrei-Planer“ … 

Genau; als Konsequenz aus den Lernplänen, die ich ja damals für meinen Sohn schreiben musste, habe ich eben diesen „Räuberkinder Schulfrei-Planer“ entwickelt. Er dient der Dokumentation beim Homeschooling und Freilernen und richtet sich eben an Eltern, deren Kinder außerhalb von Schulen lernen. Ich möchte sie damit ermutigen, ihren Kids den nötigen Raum zu geben, etwas über ihre sogenannten Stärken und Schwächen zu erfahren. Fehler sind immer Lernwege und für mich absolut kein Angriff auf den Selbstwert. Wenn man die Beschäftigungen des Kindes dokumentiert, entdeckt man auch, wie viel Lernen im ganz normalen Alltag steckt – egal, ob ein Kind beim Kochen hilft (Kennenlernen der Aggregatzustände) oder Lego baut (Statik).

Zusammengefasst: Jedes Kind hat seine eigene Art zu lernen, deshalb sollte man immer individuell schauen, welche Methode des Lernens gerade zum eigenen Lebens- und Lernbereich passt.

Liebe Ronja, danke für das Interview!
Gerne. Danke Dir auch.

Weitere Infos über Ronja Familie und ihren „Schulfrei-Planer“ bekommst Du hier: https://www.raeuberkinder.net

Hinweis: Dieser Text erschien erstmals im Online-Magazin Hallo:Eltern.

Mit dem zweiten sieht man … anders.

Das erste Mal schwanger, das erste Mal ein Kind großziehen. Eine der aufregendsten Erfahrungen überhaupt. Klar, dass man sich da so richtig ins Zeug legt und sich möglichst vorbildlich verhalten möchte. Doch wie sieht das beim zweiten Kind aus? Zehn Dinge, die wirklich „anders“ sind.

1. Schwangerschaft

Als ich mit unserem ersten Kind schwanger war, führte ich einen Babyblog. Der Babybauch wurde geölt und bekuschelt, wir hörten klassische Musik und schliefen viel. Es war eine entspannte Schwangerschaft.

Mit Baby Nummer zwei war alles anders: Weil ich bereits einen Alltag mit Kleinkind zu bewältigen hatte, blieb wenig Zeit, mich mit dem heranwachsenden Kind in meinem Bauch zu beschäftigen.

2. Nestbautrieb

Was kaufte, hortete und hübschte ich auf, als unser erstes Baby unterwegs war! Es kamen uns Babybettchen, Kinderwagen, Laufstall und zur Sicherheit noch Fläschchen ins Haus. Alles Dinge, die man im Grunde gar nicht benötigt. Aber das sollte ich natürlich erst später in der Praxis erfahren …

All die Anschaffungen blieben bei Kind Nummer zwei aus. Lediglich eine Tragehilfe schaffte ich an – und die war Gold wert.

3. Geburt

Gegen Ende der ersten Schwangerschaft ging es mir richtig gut, ich wusste ja nicht, was mich erwartete. Natürlich hatte ich einen Vorbereitungskurs besucht, hatte gehechelt und gepresst, aber die Realität sah natürlich anders aus …

Vor der Niederkunft mit unserem zweiten Sohn hingegen hatte ich Angst. Ich konnte mich zwar nicht mehr an den Wehenschmerz erinnern, doch wohl daran, dass eine Grenzerfahrung für mich war.

4. Stillen

Bei diesem Thema scheiden sich bekanntermaßen die Geister … Für mich war klar: Ich möchte stillen … Aber was habe ich mich beim ersten Kind gestresst. Was habe ich mich deshalb verrückt gemacht, meine Kompetenzen als Mutter infrage gestellt, wenn es nicht so klappte!

Bei Baby Nummer zwei war ich mir sicher: Ich möchte wieder stillen, aber diesmal bitte stressfreier. Zum Glück ging diese Rechnung auf (vielleicht aber nur deshalb, weil ich eben entspannter war).

5. Co-Sleeping

Unser erster Sohn wurde gerade erst geboren, da schallte es schon aus allen Ecken und Enden: „Schläft er schon im eigenen Zimmer?“ Äh … „Also, in einem Schlafsack im eigenen Babybettchen ist ja am sichersten. Plötzlicher Kindstot und so.“ Ähm … „Du kannst ihm sanft antrainieren, dass er allein schläft …“ Nein, nein und nochmals nein.

Wir haben sie natürlich ausprobiert, die Sache mit dem Babybett. Als der Kleine weinte, haben wir ihn instinktiv sofort wieder zu uns genommen – die richtige Entscheidung. Wer schläft schon gern allein? Beim zweiten Sohn handelten wir sofort, wie der Bauch uns riet: Ab ins Familienbett mit Groß und Klein! (Quizfrage: Hatten Steinzeitbabys eigene Bettchen oder kuschelten sich alle Familienmitglieder eng aneinander?)

6. Zubettbringen

„Irgendwann muss er aber lernen, allein in seinem Bett einzuschlafen.“ Ich korrigiere: Irgendwann wird er es von ganz allein wollen. Und der andere auch. Einen Unterschied gab und gibt es bei unseren Jungs aber doch: Der „Große“ wurde ab dem Alter von zweieinhalb Jahren in seinem Bett in den Schlaf begleitet – um nachts zu uns Eltern zu kommen. (Er hatte für später ein schickes, rotes Autobett von den Großeltern bekommen, da wollte er unbedingt rein!).

Baby Nummer zwei muss gar nicht erst wandern: Er schläft da, wo er seine geforderte Elternnähe bekommt. Solange er das möchte – und natürlich wir Eltern.

7. Babyschwimmen

Ich erinnere mich noch genau, wie wir mit Baby P. vor über sechseinhalb Jahren motiviert zum Babyschwimmen gingen. Es war eine kleine Runde von fünf Babys mit ihren Eltern. Angenehm war das, aber hinterher waren wir alle ziemlich erschöpft. Alles in allem war es eine Erfahrung, die man machen kann, aber irgendwie nicht muss …

Als Baby K. geboren wurde, nahmen wir uns vor: Wir gehen wieder zusammen baden, diesmal zu viert. Doch der zweite Knirps hasste das Babyschwimmen, er fing nach einigen Minuten regelrecht das Schreien an. Nach drei Wochen gaben es wir es trotz bereits vollständig bezahltem Kurs auf – und es war gut so für uns alle vier.

8. Süßigkeiten müssen doch nicht sein?

So in etwa hielt ich es mit Nummer eins, und es war recht einfach: P. hatte noch keine Geschwister, er kannte einfach noch keine „klassischen“ Süßigkeiten. Er begnügte sich mit Rosinen, selbstgemixten Smoothies und mit zerkleinerten Datteln gesüßten Keksen. Im Kindergarten kam mein Sohn dann auf den Geschmack und fragte explizit nach Süßigkeiten wie Schokolade, Kaubonbons oder Gummibärchen. Das war dann auch in Ordnung für uns Eltern. In Maßen, natürlich, auch das funktionierte ganz gut.

Als Kind Numero zwo etwa zehn Monate alt war und seinen älteren Bruder Süßigkeiten naschen sah, wollte er natürlich auch. Die Schokolade war sein.

9. Rituale und Regeln

„Kindern muss man Grenzen setzen, sie brauchen Rituale.“ Wie oft habe ich diese Worte von älteren Familienmitgliedern gehört. Ganz wichtig finde ich für unsere gesamte Familie das Vorlesen vor dem Schlafengehen. Eine gewisse Reihenfolge im Alltagsablauf lassen sich mit einem ersten Kind wunderbar umsetzen.

Kommt ein zweites ins Spiel, funktioniert einiges einfach nicht mehr so oder eben ungeordneter.

10. Fernsehen

Zu viel vor der Glotze oder dem Tablet hängen ist schädlich? Ja, dachten wir als junge Erstlingseltern. Und achteten darauf, dass unser Sohn möglichst wenig fernsieht.

Beim zweiten Jungen lief es natürlich ganz anders: Er sah bereits im zarten Alter von einem Jahr mit. Und wir Eltern? Entspannen zunehmend, erinnern uns, wie es zu unserer Zeit war: nämlich gar nicht anders.

„Süßes oder Saures“: trotz Corona an Halloween um die Häuser ziehen?


Es sind harte Zeiten für uns alle: Corona wütet, die Infektionszahlen steigen wieder. Wir Eltern sind angespannt – den Gedanken an den zweiten Lockdown inklusive Home-Office, Home-Kindergardening und Home-Schooling immer im Hinterkopf. Deshalb ist es mir vor allem jetzt wichtig, es uns zu Hause „hyggelig“ (Dänisch für „gemütlich“) zu machen, wo es nur geht – und trotzdem mit den Kindern an dem teilhaben zu können, was die Jahreszeiten zu bieten haben: Im Herbst gehört das Süßigkeiten-Erhaschen an Halloween einfach dazu. Normalerweise gehen Eltern mit ihren Kindern (oder größere Kids allein) von Haustür zu Haustür und fordern gruselig verkleidet Schokolade, Gummibärchen und Bonbons ein. Am letzten Oktobertag dieses Jahres wird das ja nun etwas anders ablaufen als in den Vorjahren. Wie kann das aussehen – und trotzdem schön werden? Darüber habe ich mir hier ein paar Gedanken gemacht.

Eigentlich ist es ja so: Wir ziehen zusammen los, ohne groß nachzudenken. Hauptsache laut, schaurig und spaßig. Die Kinder verabreden sich mit anderen Kids, verkleiden sich als Gespenster, Monster oder Riesenkürbisse und marschieren gemeinsam und fröhlich plappernd in freudiger Erwartung der zahllosen Süßigkeiten und eventuellen Streiche los – mit orangefarbenen Eimern in der Hand und uns Eltern als dezente Gefolgschaft im Hintergrund … Hach, was war das schön und sorglos damals …
In diesem Jahr wird unser Halloween-Spaziergang am 31. Oktober wohl wegen des Virus‘ etwas anders ablaufen als sonst – mit Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz (den immerhin in Form einer schaurigen Skelettmaske). Und dann?

Süßes oder Saures“ einmal anders

Wir sind eine vierköpfige Familie und leben am Rande einer niedersächsischen Großstadt. Es ist schön grün, ländlich, gute Bauernluft schwebt dann und wann heran. Mehrfamilienhäuser gibt es hier nicht viele. Darüber, dass wir uns also nicht in engen Treppenhäusern an andere Menschen drängen müssen, bin ich jetzt besonders dankbar.

Was wird wohl noch anders werden? Es wird eher kaum bis gar keinen persönlichen Kontakt zu den „Süßkramspendern“ geben: Viele Menschen werden (so auch wir) mehr dekorieren, es sich daheim hübsch und gemütlich (Entschuldigung, ich meine: gruuuselig!) einrichten. Die meisten Leute werden ihre Süßigkeiten vor der Tür abstellen und gar nicht erst öffnen. Und das ist ja auch vernünftig und zur Zeit eben für alle das Beste. Dennoch frage ich mich, wo da eigentlich der Spaß bleibt, wenn die Kids die Nachbarn nicht mit Phrasen wie „Süßes oder Saures“ oder „Gebt uns schnell was Süßes her, sonst werfen wir mit Klopapier!“ bombardieren können … ?


„Gebt uns schnell Ideen her, sonst bleibt das Beutelchen noch leer?“

Beim Schreiben kommt mir gerade folgende Idee: Ich werde unsere alte Babyrutsche vor die Tür stellen! Bahnhof? Aufklärung folgt: Klingeln dann Kinder bei uns, werden wir sie bitten, ihre Eimer oder Beutel direkt an beziehungsweise unter die Rutschfläche zu halten, um dann – tadaa! – den leckeren Süßkram direkt hineingleiten zu lassen. Das ist doch eine gute Möglichkeit, um kontaktlos und dennoch persönlich zu handeln oder? Oder diese hier: Befindet sich euer Hauseingang über einer Treppe, könntet ihr einen simplen Seilzugmechanismus einrichten, an dem die Kids ihre Behälter einhaken/festbinden können – und ihr legt dann etwas hinein (dass es bitte nur originalverpackte Süßigkeiten sein sollten, sollte natürlich klar sein … ). Wie zu Ostern könntet ihr die Süßigkeiten verstecken und an der Haustür einen Hinweis darauf geben. Oder ihr macht ein lustiges Wurfspiel daraus … Oder oder oder: Kreative Möglichkeiten gibt es da zum Glück viele.

Meine Kinder werde ich jedenfalls vor dem Loslaufen an Halloween auf alle Eventualitäten vorbereiten. Spaß haben werden wir trotzdem – egal, wie es kommt …

Und wenn jetzt schon nicht von Tür zu Tür oder Hand zu Hand, dann auf jeden Fall von Browser zu Augen: Euch allen ein wunderbares, liebevolles und schaurig-schönes Halloween!

Schritt für Schritt ins Leben …

„Mama, wann darf ich denn nun endlich mal allein zur Schule?“ P. sieht mich erwartungsvoll an, er stellt diese Frage nicht zum ersten Mal. Meine Antwort (leider auch nicht zum ersten Mal): „Nach dem Sommer sehen wir weiter. Okay, Schatz?“ Hoffentlich komme ich noch einmal damit durch … Mein fast Siebenjähriger runzelt die Stirn und schüttelt energisch den Kopf. „Nein, ich will den Schulweg heute üben.“ Mist. Heute gleich? Dann wird es jetzt also wirklich ernst.

Es ist Montag, es sind Ferien, wir verreisen erst in ein paar Tagen und haben nichts weiter vor. Der fast vierjährige Bruder K. springt wie ein Flummi auf und ab. „Jaaa, ich fahr‘ mit dem Laufrad!“ Na gut: Nicht lange fackeln. Einfach machen. Kurzerhand öffne ich die Garage und lasse den erfreuten P. seinen – bepackten – Ranzen aufhuckeln. „Hihi, da wundern sich die Leute bestimmt, weil doch keine Schule ist.“ Genau. Aber: Wenn schon, denn schon.

Üben heißt das Zauberwort

Bevor wir losgehen sprechen wir noch einmal über den gesamten Weg, den wir schon seit einem ganzen Schuljahr kennen. Und wichtige Fragen: „Was passiert, wenn dich ein Fremder anspricht? Und wenn er sagt, er hat zu Hause süße Hundebabys, du sollst mal mitkommen?“ Mein ältester Sohn grinst. „Na, dann gehe ich mit!“ Der Schalk blitzt ihm aus den braungrünen Kulleraugen. Und als er mein entsetztes Gesicht sieht, muss er lachen: „Ich gehe natürlich nicht mit, Mama.“ Ich sage: Damit macht man besser keine Scherze (mich schaudert es …). „Und was machst du, wenn die Fußgängerampel ausfällt?“ (Das ist sie bisher nicht, aber man weiß ja nie …) P. überlegt kurz. „Dann schaue ich gaaanz genau nach links und rechts und dann wieder nach links.“ Prima. Guter Junge.

Jetzt geht es los!

Wir wohnen in einer Spielstraße, das ist gut. „Aber auch hier muss man immer genau auf den Verkehr achten, schon beim Verlassen unserer Auffahrt“, mahne ich. Mein Sohn. K. indessen fährt schon mal kreuz und quer auf der Fahrbahn … Ich bedeute ihm, an meiner Seite zu bleiben.

Es geht los. P. marschiert mit seinem orangeleuchtenden Schulranzen voran. K. und ich laufen beziehungsweise fahren etwa vierzig oder fünfzig Meter hinter ihm. P. macht das gut, geht sicher auf der linken Seite.

Jetzt kommen wir zur relativ stark befahrenen Querstraße, einer Vorfahrtsstraße. P. schaut, biegt links in den Fußgängerweg, hält sich dort gut und sicher, die Radfahrer kommen gut an ihm vorbei. Mein Fratz dreht sich wenige Male um und winkt. Ich winke zurück. K. winkt ebenfalls und kreischt: „Halloooo!“

Einige Meter weiter folgt die nächste Querstraße. P. weiß, dass er „Vorfahrt“ hat, schaut dennoch nach links. Ein sich annäherndes Auto aus dieser Straße hält, P. überquert. Alles paletti.

Fünf Meter weiter: die Fußgängerampel: Mein Schulkind berührt die Ampelarmatur. Als das Signal von Rot auf Grün umschaltet, guckt P. rasch nach links und rechts und wieder links und geht. Ich bin so stolz auf ihn. Der schwierigste Teil der Strecke ist geschafft.

Fast da…

Jetzt geht es nur noch durch unseren tollen Park mit Rad- und Fußgängerweg, vorbei an einem großen See (zum Glück kann P. schwimmen), einem Kletterspielplatz (Gott sei Dank ist er sportlich) und einer Oberschule (und er kann Taekwondo!).

P. macht das wirklich prima, läuft gut am Rand. Ein paarmal möchte K. zu ihm fahren, ich erkläre immer wieder geduldig, warum das jetzt nicht sein soll.

Letzte Etappe vor dem Schultor: der Zebrastreifen. Am Morgen stehen hier Lotsen, die den Kindern helfen. Jetzt ist niemand da. P. schaut, geht, er ist angekommen. Er blickt sich nach uns um und strahlt. „Mama, geschafft!“

Als ich bei ihm ankomme, lobe ich ihn überschwänglich und sage, dass wir das jetzt noch ein paarmal üben. Und dass er dann allein zur Schule gehen darf. P. steht der Stolz ins Gesicht geschrieben. „Jaaa!“ Und ich denke: Er geht Schritt für Schritt in die Welt hinaus … aber erst einmal allein zur Schule. Mein Kind wird groß.

Mut ist ansteckend

Als mein inzwischen fast siebenjähriger Sohn damals mit fünfeinhalb sein Seepferdchen-Abzeichen im Schwimmen machte, war das „ein Abenteuer“ für alle Beteiligten … Eine kleine Anekdote über das Mutigwerden.

Ein Intensivkurs im Schwimmen – nur wenige Wochen lang, fünfzehn Einheiten und danach der Abschluss: das Seepferdchen-Abzeichen. „Na, ich weiß ja nicht, ob das so gut ist.“, sage ich, als mein Mann mit diesem Vorschlag für unseren Sohn kommt. Ich bin ehrlich gesagt wenig angetan. Unser Fünfeinhalbjähriger ist ein eher zurückhaltender Junge, der sich in fremden Gruppen zunächst unwohl fühlt. Außerdem hat er noch nie einen Kurs allein besucht. Wir lassen ihn trotzdem auf die entsprechende Warteliste setzen. Es kann ja noch dauern, bis P. an der Reihe ist …

Als dann spontan ein Platz frei wird, fragen wir unseren Jungen erst einmal und sind etwas überrascht, als er sagt: „Jaaa, das will ich versuchen!“ Hm. Die lieben Kleinen, immer wieder für eine Überraschung gut. Eigentlich hätten wir es uns aber denken müssen: Das Wasser ist einfach sein Element, das war es schon immer, bereits beim Babyschwimmen …

Eins, zwei, drei … geschafft!

Woche eins, erster Tag: Zusammen mit einigen anderen Eltern schaue ich mit P.s kleinem Bruder K. den Wasserratten durch die Glasscheibe im Wartebereich beim Training zu: Süß sehen die Kinder aus, wie sie da am Beckenrand einige Trockenübungen zusammen durchführen und im kühlen Nass plantschen. P. springt vom Beckenrand! Juhuuu, damit ist doch die erste der insgesamt drei Forderungen zum Bestehen der Prüfung bereits erfüllt. Ich brüste mich unmerklich.

Woche zwei, dritter Tag: Wir können leider von hier aus nicht so viel erkennen, aber es sieht am Ende der Stunde schon recht gut aus, was die Kids da machen. Sogar diejenigen, die anfangs noch Schwimmflügel tragen wollten oder vielleicht sollten, nutzen jetzt schon keine mehr. Wie die jungen Hunde sehen sie aus mit ihren nur knapp aus dem Wasser herausragenden Köpfchen …

Da! P. taucht und holt den Ring heraus! Teil zwei der Prüfung ist geschafft.

Woche drei: Der Kurs neigt sich langsam dem Ende zu: P. ist die geforderten fünfundzwanzig Meter bisher noch nicht geschwommen, das erwarte ich auch gar nicht. Er soll ja auch erst mal rein finden.

Vorletzter Tag: „Mama, weißt Du was?“, fragt mich P. vor dem Kurs. Mhmhm? „Ich möchte so gerne mal vom Dreier springen.“ Was? Meint er damit den Drei-Meter-Turm? Ja, meint er. Ich erkläre ihm, dass er das eigentlich erst darf, wenn er Schwimmer ist, also sein Abzeichen hat. Aber wenn er möchte, kann er ja mal seinen Lehrer fragen …

Stattdessen schwimmt er heute zum ersten Mal lässig seine fünfundzwanzig Meter. Wahnsinn. Wie cool ist der denn, so kurz vor dem Kursende! Ich lache laut (und die anderen Eltern gucken mich verwundert an.) Damit hat er doch sein Abzeichen schon heute so gut wie in der Tasche! Yeah, ich freue mich so für ihn und lasse K. Auf meinem Schoß herumhopsen.

Hüpf, hüpf, hüpf … Sprung!

Nach der letzten Einheit bereite ich mich entspannt darauf vor, dass P. gleich duschen und dann aus der Umkleide kommen wird …

Doch halt, was ist das? Der Schwimmlehrer entfernt das Absperrgitter an der Leiter zum Drei-Meter-Turm. Was … Er winkt P. zu sich heran. Ich sehe, wie der Erwachsene das Kind etwas fragt und wie das Kind heftig nickt. Ich stehe auf und gehe dicht an die Scheibe heran …

P. steigt die Leiter hinauf. Ich kann es nicht fassen. Langsam – aber entschlossen – gehen seine Beinchen auf das Ende des Sprungbrettes zu. Er wird doch nicht … P. hüpft gaaanz zaghaft auf und ab, er lächelt und schaut zum Schwimmlehrer. Der nickt ihm ermutigend zu.

Und dann springt mein Sohn. Platsch! Taucht wieder auf, schwimmt gemächlich zum Beckenrand, steigt aus dem Wasser und rennt zu seinem Lehrer, der ihm anerkennend auf die Schulter klopft. Toll gemacht!

So schnell, wie das Ganze passiert ist, ist es jetzt auch schon wieder vorbei.

Was mich aber besonders berührt: Fast alle anderen Kinder aus dem Kurs folgen P.s Tun. Zunächst zögerlich, aber sie wollen es anscheinend ebenfalls wissen … Platsch, platsch, platsch … Es ist ein wunderbares Bild. Alle sind total aufgedreht und hüpfen lachend auf der Stelle.

P. rennt aus der Umkleide auf mich zu – das Abzeichen und die Urkunde in den Händen. „Mama, hast Du das gesehen? Wie ich gesprungen bin?“ Ich nicke, stolz lächelnd. „Ja“, erwidere ich. „Und Dein Mut hat die anderen richtig angesteckt!“ Jetzt lächelt P. Und ist sooo stolz.

Musik macht müde Muffel munter

„Mama, ich will singen.“ Mein Dreieinhalbjähriger hopst an mir hoch und runter wie ein Gummiball. Ich selbst versuche gerade, die Wäsche zusammenzulegen. Danach wollte ich eigentlich staubsaugen, dann den Biomüll rausbringen und den Geschirrspüler ausräumen … Oben wartet noch das Badezimmer darauf, geputzt zu werden … Die Weihnachtsfeiertage liegen zurück, es gibt noch so viel zu tun.
Ich seufze, atme tiiief durch, um mich selbst zu entschleunigen. „In Ordnung. Aber nur ein paar Minuten.“ Unweigerlich muss ich lächeln. Ja, Singen ist jetzt eine wirklich willkommene Abwechslung auch für mich. Der Rest kann warten.

„Ich kann jetzt nicht singen, weil ich zu müde bin …“

Im Wohnzimmer steht das Klavier; ich klappe den Deckel hoch, lege ein Kinderliederbuch auf die Notenablage und frage den kleinsten Wirbelwind, was er denn gerne singen möchte. „In einem kleinen Apfel!“ K. krabbelt aufgeregt auf meinen Schoß, zappelt mit den Beinchen.

Der Sechseinhalbjährige ist platt vom Vormittag. „Mama“, antwortet er auf meine Frage, ob er denn mitmachen möchte, „Schule ist ganz schön anstrengend, ich kann jetzt nicht singen, weil ich zu müde bin …“ Ich nicke verständnisvoll, kann mich noch gut daran erinnern, wie erschöpft ich selbst seinerzeit war. P. fläzt sich also auf den Bauteppich, halb liegt er. „Ich bau‘ jetzt Oroboros.“
Jungsmütter wissen jetzt sicherlich sofort Bescheid: Er meint die Schlangenstadt aus seinem innig geliebten „Ninjago“-Film (Ninjas kämpfen für Gerechtigkeit). P.s Beißvipern, Würgeboas und Hypnokobras liegen schon zum Spiel bereit, sein selbstgebauter Wüstensegler ist startklar. Mein Erstklässler ist vertieft, summt aber mit.

Irgendwann steht P. dann doch auf, möchte mitsingen. Gemeinsam trällern wir Weihnachtslieder – ja, immer noch, weil wir gerade Lust darauf haben: ‚Schneeflöckchen, Weißröckchen‘, ‚Lasst uns froh und munter sein‘, ‚Alle Jahre wieder‘, … so geht es etwa eine halbe Stunde querbeet durchs Notenbuch.

„Mama, kriegen wir Kekse?“ Jawoll. Ich stehe auf und stelle übrig gebliebenen Gewürzspekulatius, Mandeln und stilles Wasser für die Kids sowie einen Kräutertee für mich aufs Klavier.

P. wünscht sich jetzt „It’s A Small World‘ – Disney. Herrlich – ein wunderschönes, harmonisches Stück, das gute Laune auf unsere Gesichter und in unsere Herzen zaubert.

Wir singen: Laut und nicht immer wohlklingend.

Wir hauen also in die Tasten und lassen unsere Stimmbänder schwingen, alle drei. Laut und nicht immer wohlklingend. Darauf kommt es uns jetzt gerade auch gar nicht an: Es tut einfach nur gut. Warum eigentlich? Der Wissenschaftler würde jetzt sagen: weil beim Musizieren beide Gehirnhälften zusammenarbeiten und jede Menge Endorphine – also Glückshormone – freigesetzt werden. Ja, das merkt man. Durch das Musizieren soll außerdem vor allem bei Kids das (zusammenhängende) Denken und die Konzentrationsfähigkeit trainiert werden.

Schon vor unglaublichen 35.000 Jahren stellte der Mensch Musikinstrumente aus beispielsweise Röhrenknochen her – ein Beweis, dass Musik uralt ist; immerhin gibt es sie in allen Kulturen und Völkern. Als Teil einer Gemeinschaft liegt uns das Musizieren förmlich im Blut.
Aber ob Musik jetzt wirklich schlauer macht? Keine Ahnung, wirklich erwiesen ist es nämlich bis heute nicht. Egal: Spaß macht sie uns allemal.

„Mama, ich bin nicht mehr müde!“ Der Sechsjährige hüpft vergnügt auf dem Sofa herum.
Aha, da haben wir es: Manchmal macht Musik auch munter.